Über uns

Das Projekt ist derzeit am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim angesiedelt und wird bis April 2021 von Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert. Zur Koordination des Projekts inklusive Fach

Team

Anna.Traus

Projektteam

Beschreibung: Das Projekt ist derzeit am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim angesiedelt und wird bis April 2021 von Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert. Zur Koordination des Projekts inklusive Fachstelle und Online-Peerberatung steht für die Projektlaufzeit eine Projektteam zur Verfügung.

Wir sind ein Projektteam, welches sich mit der Situation von Care Leadern an Hochschulen beschäftigt. Wir haben viel mit Care Leavern gesprochen und dazu geforscht und möchten nun die Erkenntnisse weitergeben. Wir wollen ein Bewusstsein für die Situation an Hochschulen schaffen, über Hilfestellungen informieren und Unterstützungsleistungen entwickeln. Deshalb bauen wir die Fachstelle CareHOPe - Care Leaver an Hochschulen in Niedersachsen auf.

Jens_Brokate

Jens

Beschreibung: Alter: 34

Studium: Erziehungswissenschaft Bachelor und Master

Beruf: Sozialarbeiter

Bildungsweg: Ich habe ganz klassisch Abitur gemacht und habe mich danach erst mal im Lehramt ausprobiert. Jedoch bin ich zum Studium der Erziehungswissenschaft umgeswitcht und habe an der Universität Hildesheim zunächst den Bachelor und im Anschluss den Master in diesem Fach absolviert.
Jugendhilfeerfahrung: Nachdem ich Vollwaise geworden bin habe ich zunächst ein Jahr in einer Pflegefamilie gelebt. Danach war ich ein 1,5 Jahre auf einem Internat, bin jedoch zum Anfang der 12. Klasse mit 18 Jahren in meine Heimat zurückgekehrt. Dort habe ich während des Abiturs in meinem Elternhaus gelebt.
Motivation zur Peer-Beratung: Ich habe im Laufe meines eigenen Studiums höchstwahrscheinlich die gesamte Bandbreite von Emotionen und Situationen selbst erlebt. Diese reichten vom Abbruch meines ersten Studiums bis zur finalen Feier meiner Urkundenverleihung zum Masterabschluss. Im Laufe dieser spannenden Zeit habe ich sehr viel gelernt und dies innerhalb und neben dem Studium. Nach wie vor bin ich sehr fasziniert, wie an einer Hochschule Menschen nicht nur aus ganz Deutschland und Europa, sondern aus der gesamten Welt zusammenkommen, um einen Teil ihres Lebenswegs miteinander zu gehen. Die persönlichen Kontakte und Freundschaften, die hier entstanden sind, möchte ich niemals mehr missen. Ich habe mich neben dem Studium, sehr viel ehrenamtlich und nebenberuflich an meiner Hochschule engagiert. So war ich in der Fachschaft meines Studiengangs sehr aktiv, wo ich Veranstaltungen und Partys organisiert, Studierende beraten habe und in die Planung der Einführungswoche involviert war und mich daher mittlerweile sehr gut in den Strukturen einer Hochschule auskenne. Die Schnittstelle zu unserer Online-Peerberatung ist begründet sich vor allem aus der Tatsache, dass ich mich aktiv seit Beginn an im Careleaver-Netzwerk engagiere und als studentische Hilfskraft im Vorgängerprojekt: „Careleaver an Hochschulen“ gearbeitet habe.
Ich bin super motiviert euch bei jeglichen Problemen, die sich im Laufe eines Studiums ergeben und sich durch den Status des Careleavers noch verstärken können, zur Seite zu stehen. Wie zu Anfang des Textes erwähnt, kenne ich viele der Sorgen und Nöte aus eigener Erfahrung und möchte daher einen Teil dazu beitragen, dass ihr genau wie ich nach dem Ende eures Studiums, trotz aller Hürden mit der Gewissheit etwas Besonderes geschafft zu haben, immer gerne auf diese tolle Lebensphase zurückblicken werdet.

Katharina_Hoeffken

Katharina

Beschreibung: Alter: 24

Studium: Master Sozial- und Organisationspädagogik

Bildungsweg: Eigentlich ganz „klassisch“, ich habe auf einer Gesamtschule den erweiterten Realschulabschluss und dann das Abitur gemacht. Nach dem Abi habe ich ein Jahr im Ausland gearbeitet und habe dann das Bachelorstudium Sozial- und Orgnaisationspädagogik in Hildesheim begonnen. Seit Oktober 2018 studiere ich nun im Master Sozial- und Organisationspädagogik.

Jugendhilfeerfahrung/Geschichte/Careleaver_innenweg: Ich habe von Bereitschaftspflege, Verwandtenpflege, Adoption und stationärer Jugendhilfe in einer Wohngruppe quasi alles einmal mitgenommen. Ich hatte dabei vor allem das Glück über meinen 18. Geburtstag hinaus in der Wohngruppe bleiben zu dürfen.

Statement: Warum engagiere ich mich als Peerberater_in? Weil ich fest daran glaube, dass alle Vorhaben die man sich in den Kopf gesetzt hat auch möglich sind, egal wie widrig die Umstände manchmal erscheinen mögen. Ich bin überzeugt, dass dies für jeden gilt. Deshalb möchte ich andere auf dem Weg unterstützen ihre Träume zu verfolgen, das nötige Durchhaltevermögen zu haben und Mut machen niemals aufzugeben.

Janine_Rust

Tante Carla

Beschreibung: Alter: 28

Lebensmotto: Love it, change it, or leave it

Studium: Pädagogik

Bildungsweg:

Grundschule
Orientierungstufe
Gymansium
Ab der 10ten Klasse FOS Soziales und Gesundheit.

Studium: Pädagogik

Jugendhilfeerfahrung/Geschichte/Careleaver_innenweg :

Seit der dritten Klasse wurde ich in meiner Herkunftsfamilie durch das Jugendamt betreut. Als es auf mein 14tes Lebensjahr zusteuerte erklärte meine SPFH mir, dass ich auch von zu Hause ausziehen könne wenn ich dies wollte. Kurz nach meinem 14 Geburtstag habe ich dann genau das entschieden und bin erst in einer Bereitschaftspflegefamilie und dann in der Vollzeitpflege gelandet. Bis zur Volljährigkeit wurde ich durch meine Pflegefamilie betreut und danach noch bis ins Studium ( in der Verselbstständigung) durch eine ASD-Mitarbeiterin begleitet. Einer Begleitung während des Studiums wurde durch das Jugendamt nicht zugestimmt.


Statement: Warum engagiere ich mich als Peerberater_in?:

Mein Studium war eine der besten Zeiten meines bisherigen Lebens!

Niemand aus meiner Zeit in der Herkunftsfamilie (Kindergarten, Schule) hätte es mir zugetraut diesen Weg einzuschlagen. Mit einem „Problemkind“ Stempel auf dem Kopf war es nicht denkbar, dass ich es mal zu etwas bringe. Unterstützung gab es auf meinem Weg nur wenig.
Aber es dann trotzdem zu tun, die Hürden, vom Schulabschluss über die Bewerbung fürs Studium und die Organisation des Umzugs in die neue Stadt, bis zur Auseinandersetzung mit dem BAföG Amt zu überwinden... das sind Erfahrungen aus denen ich Stärke gezogen und die mein Leben positiv geprägt haben.
Das wünsche ich jedem Carleaver. Denen die nicht studieren gehen wollen genauso wie denen, die es wollen. Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, vom Loswerden des Stempels auf dem Kopf und dem persönlichen Erfolg . Ich möchte meine Erfahrungen und das damit verbundene Wissen für Andere bereitstellen um zu ermutigen, zu informieren und zu beraten. Vielleicht wäre mein Start ins Studium ja damals gar nicht so kompliziert und anstrengend gewesen wenn es eine Onlineberatung gegeben hätte ?! Und vielleicht ist dein Weg ins Studium oder deine aktuelle Problematik im Studium auch leichter lösbar als gerade gedacht?! Schreib uns eine Mail und wir finden es raus.