Stu.diCo III - aktuelle Studiensituation aus der Perspektive von Studierenden || bundesweite Studierendenbefragung

Das StudyCare-Team startet heute zusammen mit weiteren Kolleg*innen der Universität Hildesheim sowie der Universität Münster die dritte bundesweite Studierendenbefragung: Stu.diCo III - Aktuelle Studiensituation aus der Perspektive von Studierenden.

Fokussierten die ersten beiden Erhebungen Stu.diCo I + II die Perspektiven Studierender auf einen vorwiegend digitalen Studienalltag, möchte das Forschungsteam nun erfahren, wie Studierende sich im aktuellem (Präsenz)Semester organisieren und wie es ihnen in ihrer aktuellen Studiensituation geht. Wie gestaltet sich die Rückkehr an den Campus nach bis zu vier digitalen Semestern? Wie finden sich Studierende im Präsenzstudium zurecht, die bislang nur digital studiert haben? Wie sieht das aktuelle Belastungs- und Unterstützungserleben seitens Studierender aus? Diesen und vielen weiteren Fragen soll mit der dritten bundesweiten Erhebung nach gegangen werden.

Die dezidierte Abfrage von Diversitätsaspekten, wie zum Beispiel dem familialen Bildungshintergrund, dem Vorliegen einer psychischen Erkrankung, dem Vorliegen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder dem Vorhandensein stationärer Jugendhilfeerfahrung, ermöglichen es im Rahmen der Auswertung strukturelle Problemlagen zu identifizieren und abzubilden – so zu Beispiel auch im Hinblick auf Care Leaver*innen an Hochschulen.

Noch bis zum 22.07.2022 können Studierende an der Befragung teilnehmen.

Hier geht’s zur Online-Umfrage.

Hier geht’s zur Pressemitteilung.

Workshop-Wochenende im Harz - April 2022

Im Rahmen der Projekte CareHOPe/StudyCare fand vom 22.-24. April 2022 endlich der geplante Care Leaver:innen-Workshop zum Thema Leaving Care & Bildung statt. Dabei haben wir inhaltlich, kreativ und sportlich Vollgas gegeben! Gemeinsam haben wir einen Blick auf Bildungswege geworfen und diese kritisch betrachtet.

  •     Wo warst du aus deiner Sicht erfolgreich, wo nicht?
  •     Was hat dich motiviert? Worauf bist du stolz?
  •     Was oder auch wer hat dir geholfen/dich unterstützt?
  •     Was hat dir eher im Weg gestanden/dich ausgebremst?
  •     Welche Fertigkeiten, Talente & Ressourcen haben dir auf deiner Reise geholfen?
  •     Was ziehst du daraus? Was nimmst du draus mit?
  •     Was hättest du dir anderes gewünscht?
  •     Machst du jetzt, was du machen wolltest?
  •     Was wünscht du anderen jungen Menschen für ihren Bildungsweg?

Fest steht: Es braucht mehr Unterstützung für Care Reciever:innen und Care Leaver:innen auf ihren Bildungswegen! Und genau dafür werden wir uns weiterhin einsetzen. Ein wichtiger Punkt ist es mehr Sichtbarkeit für die Thematik zu schaffen, sodass alle wichtigen Akeur:innen das Thema Bildung auf dem Schirm haben. Zusammen mit dem Filmemacher Martin Steimann soll daher im Nachklang ein kurzer Film entstehen - hierzu fanden im Rahmen des Workshops Dreharbeiten statt. Wir sind bereits gespannt auf das Ergebnis. Danke an all die vielen lieben Menschen, die das Wochenende genau zu dem gemacht haben, was es war! D A N K E.

Online-Fachtag "Care Leaver:innen als Fachkräfte in der Jugendhilfe" am 28. März 2022

Der für November 2021 geplante Online-Fachtag "Care Leaver:innen als Fachkräfte in der Jugendhilfe" findet nun im März 2022 statt!

Junge Menschen, die in stationären Jugendhilfemaßnahmen aufgewachsen sind, entscheiden sich häufig für einen sozialen Beruf – so werden sie beispielsweise Erzieher*innen oder studieren Soziale Arbeit o.ä. und arbeiten dann wieder in der sozialpädagogischen Praxis. Als Mitarbeiter*innen in der Kinder- und Jugendhilfe bringen sie somit eine doppelte Perspektive mit – nämlich die fachliche Expertise als sozialpädagogische Fachkraft, aber auch die biographische Erfahrung Adressat*in sozialpädagogischer Hilfen gewesen zu sein.

Diese doppelte Perspektive kann unseres Erachtens insbesondere als Ressource betrachtet werden, wird aber in der Fachpraxis selbst immer wieder auch kritisch betrachtet. Wird die biographische Betroffenheit über die sozialpädagogische Fachlichkeit gestellt? Wie kann die biographische Perspektive von Fachkräften mit Care Leaver Geschichte die sozialpädagogische Fachlichkeit bereichern? Wo wird die Perspektive von ehemaligen Care Leavern in der sozialpädagogischen Praxis zum Hindernis und zur Bedrohung? Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit sozialpädagogischen Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe (Jugendamt, stationäre Hilfen, ambulante Hilfen, Jugendarbeit etc.) mit und ohne Care Leaver Geschichte diskutieren.

Eingeladen sind alle die sich für das Thema interessieren. Zudem möchten wir bewusst Fachkräfte mit
und ohne Care Leaver Geschichte erreichen, um gemeinsam in den Austausch zu kommen und voneinander
zu lernen. Der Fachtag richtet sich insbesondere an Fachkräfte der Felder der Kinder- und Jugendhilfe (Kolleg*innen aus dem Jugendamt, Pflegekinderhilfen, stationären Einrichtungen, ambulanten Hilfen, Jobcentern, Kolleg*innen mit Personalverantwortung uvm.).

Der Fachtag wurde gemeinsam von Vertreter*innen des Bundesnetzwerks Care Leaver Initiativen vorbereitet. Der Fachtag findet online über die Plattform zoom statt und ist kostenlos.

Mehr Infos im FLYER.

 

 

VERSCHOBEN: Workshop-Wochenende im Harz - nun im April 2022

Wie so vieles musste auch der geplante Workshop im November 2021 kurzfristig abgesagt werden. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Der Workshop findet nun vom 22.-24. April 2022 statt. Ein paar Plätze sind noch frei und wir freuen uns über eine bunt gemischte Gruppe. Mehr Informationen findet ihr in dem Einladungsschreiben. Wir wollen an dem Wochenende ebenso gemeinsam einen Blick auf die Thematik Bildung & Leaving Care werfen wie auch gemeinsam am Lagerfeuer sitzen, kochen, spielen spazieren & tanzen. Zudem werden wir vor Ort gemeinsam mit dem Filmemacher Martin Steimann einen Imagefilm drehen - auch hierzu findet ihr mehr Infos in dem Einladungsschreiben. Wir freuen uns auf alt bekannte und neue Gesichter!

Care Leaver:innen Workshop im Harz

Endlich können Veranstaltungen wieder in Präsenz stattfinden! Und genau das möchten wir nutzen um gemeinsam über das Thema Bildung im Kontext Leaving Care zu reden. Wir wollen gemeinsam einen Blick auf Bildungswege von Care Leaver:innen werfen - zudem wird uns ein Filmemacher begleiten und im Anschluss einen Film zu diesem Thema entstehen lassen. Mehr Informationen zur Ausgestaltung des Wochenendes, sowie Anmeldung & Co sind hier zu finden:

Einladung_Flyer

Einladungschreiben

 

 

Fachtag "Fachkräfte in den Erziehungshilfen mit eigener Leaving Care Erfahrung"

VERSCHOBEN!!! Online-Fachtag am Freitag, den 12. November 2021 von 9.00 bis 15.30 Uhr

In Kooperation mit dem Bundesnetzwerk für Care Leaver Initiativen, dem Jugendhilferechtverein e.V. aus Dresden, Care Leaver:innen selbst und Mitarbeiterinnen des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik wurde ein Fachtag zum Thema "Fachkräfte in den Erziehungshilfen mit eigener Leaving Care Erfahrung" entwickelt.

Junge Menschen, die in stationären Erziehungshilfemaßnahmen aufgewachsen sind, entscheiden sich häufig für einen sozialen Beruf – so werden sie beispielsweise Erzieher*innen oder studieren Soziale Arbeit o.ä. und arbeiten dann wieder in der sozialpädagogischen Praxis. Als Mitarbeiter*innen in der Kinder- und Jugendhilfe bringen sie somit eine doppelte Perspektive mit – nämlich die fachliche Expertise als sozialpädagogische Fachkraft, aber auch die biographische Erfahrung Adressat*in sozialpädagogischer Hilfen gewesen zu sein.

Diese doppelte Perspektive kann unseres Erachtens insbesondere als Ressource betrachtet werden, wird aber in der Fachpraxis selbst immer wieder auch kritisch betrachtet. Wird die biographische Betroffenheit über die sozialpädagogische Fachlichkeit gestellt? Wie kann die biographische Perspektive von Fachkräften mit Care Leaver*innen Geschichte die sozialpädagogische Fachlichkeit bereichern? Wo wird die Perspektive von ehemaligen Care Nutzer*innen in der sozialpädagogischen Praxis zum Hindernis und zur Bedrohung? Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit sozialpädagogischen Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe (Jugendamt, stationäre Hilfen, ambulante Hilfen, Jugendarbeit etc.) mit und ohne Care Leaver*innen Geschichte diskutieren. Ziel der Veranstaltung ist es in den gemeinsamen (Erfahrungs-)Austausch zu kommen und zu überlegen, wie Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden können.

 

 

 

Online-Befragung Stu.diCo II zum Studienalltag in der Pandemie zeigt: Das Lernen läuft, das soziale Miteinander fehlt

Die ersten Ergebnisse der bundesweiten Studierendenbefragung Stu.diCo II sind veröffentlicht. Erneut haben über 2500 Studierende an der Befragung teilgenommen.

Kernergebnisse im Überblick:

  • Hochschulen brauchen soziales Wiederaufbauprogramm um soziale Unterschiede in den Hochschulen nicht weiter zu verschärfen.

  • Studierende berichten weiterhin von Problemen, die den universitären Lehrbetrieb betreffen.

  • Noch deutlicher machen sich aber die Auswirkungen der Pandemiezeit auf das soziale Miteinander bemerkbar. Das Fehlen des direkten Kontaktes zu Mitstudierenden zählt zu den bedeutendsten Nachteilen des digitalen Studierens.

  • Studierende bemängeln das Fehlen von Veranstaltungen wie Partys, Hochschulsport und weiteren Freizeitaktivitäten. Die Einschränkung des Campus-/Studierendenlebens erfährt von ihnen nur wenig Zustimmung.

  • Belastungswahrnehmung der Studierenden wächst, auch seelische und körperliche Beschwerden nehmen zu. Studierende der ersten Generation sind hiervon stärker betroffen.

  • Die Flexibilität durch die digitale Lehre sowie der Wegfall der Fahrtwege werden von vielen Studierenden als Vorteile wahrgenommen.

Das Team hofft, dass die Ergebnisse nun noch in die Diskussionen über das anstehende Wintersemester einfließen können - und somit die zahlreichen Stimmen Studierender Gehör finden!

Dorothee Kochskämper aus dem Stu.diCo II-Team hat dazu ein Radio-Interview mit dem rbb geführt - hier gibt es erste Einblicke kurz und knapp.

Weitere Auswertungen - insbesondere auch mit dem Fokus auf Studieren ohne elterliche Unterstützung - werden noch folgen.

Studie "Stu.diCo II" - Befragung abgeschlossen

Inzwischen ist die bundesweite Befragung Studierender beendet. Über 3500 Studierende haben Ihre Stimme abgegeben und somit dazu beigetragen, die Perspektive Studierender auf die Corona-Pandemie abbildbar zu gestalten. Das Forscher:innen-Team steckt aktuell in der Sichtung und Auswertung der Daten, sodass erste Ergebnisse noch vor dem anstehenden Wintersemeser 2021/2022 in den Diskurs einfließen können.

Studierendenumfrage "Stu.diCo II - die Corona-Pandemie aus der Perspektive von Studierenden"

Heute starten wir, ein Forschungsteam des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim und der Universität Münster, mit einer erneuten bundesweiten Studierendenbefragung - auf Stu.diCo I folgt nun Stu.diCo II.

Durch die Umstellung des Studiums auf digitale Formate ist für einen Großteil der Studierenden im Verlauf der vergangenen eineinhalb Jahre ein völlig neuer (digitaler) Studienalltag entstanden bzw. einige sind sogar direkt in einen digitalen Studienalltag gestartet. Mit eine der ersten bundesweit  durchgeführte Studierendenbefragung Stu.diCo I konnten wir  im Sommersemester 2020 aufzeigen, dass viele Studierende diesem mit viel Engagement und Offenheit begegnete.

Aber wie sieht die Situation von Studierenden aktuell aus? Wie gestalten Sie ihren (digitalen) Studienalltag und welche Herausforderungen und Belastungen erleben sie? Welche Vor- bzw. Nachteile benennen Studierende im Hinblick auf das digitale Studium? Stehen Studierenden notwendige Unterstützungsstrukturen zur Verfügung? Diesen Kernfragen geht ein Forscher:innen- Team der Universitäten Hildesheim und Universität Münster mittels der zweiten bundesweiten und fächerübergreifenden Befragung von Studierenden (Stu.diCo II) nach.

Die Ergebnisse dieser Umfrage sollen schnellstmöglich ausgewertet werden und in die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskurse um die weiteren Rahmenbedingungen für das Studium an Hochschulen während und nach der Pandemie einfließen. Ziel ist es mehr Sichtbarkeit für die Situation der Studierenden im Rahmen der Corona-Pandemie zu schaffen und die Situation der Studierenden zu verbessern.

Dafür möchten wir möglichst viele Stimmen aus der bundesweiten Studierendenschaft Rechnung tragen!

Der Fokus der Studie liegt nicht nur auf technischen Fragen des Online-Studiums oder Einschätzungen zur Lehrqualität, sondern insbesondere auf dem Wohlbefinden der Studierenden, d.h. der sozialen Situation im Studium. Nach drei Semestern in dem digitalen Modus erscheinen Erkenntnisse über die Lebenslage „Studium während der Pandemie“ für die weitere Ausgestaltung der Hochschullehre & Beratungsinfrastrukturen sehr wesentlich.

Wir freuen uns über Unterstützung bei der Bewerbung und Verbreitung der Online-Befragung  über Messenger, Mailverteiler, Social-Media-Kanäle und ähnliches. Ziel ist es, möglichst viele Studierende zu erreichen! Jede Stimme ist uns wichtig!

Anschreiben an Studierende

Digitale Poskarte

Gerne können das offizielle Anschreiben an Studierende sowie die digitale Postkarte zur Bewerbung der Online-Befragung genutzt werden - oder auch der Link, der direkt zur Umfrage führt: https://www.soscisurvey.de/studico2/.

Gibt es eine Generation Corona? CareHOPe im Podcast "Aus der Wissenschaft" der Universität Hildesheim

Unsere Projektmitarbeiterin Dorothee Kochskämper hat das Projekt CareHOPe - insbesondere die Studie Stu.diCo - in dem Podcast "Aus der Wissenschaft" der Uni Hildesheim vertreten. Gemeinsam mit Dr. Sascha Oswald aus dem Projekt "Generation Corona?" erörtert sie die Situation junger Menschen bzw. Studierender zu Zeiten von Corona.

Mehr Informationen zu dem Podcast sowie die Aufnahme, sind hier zu finden.

Care Leaver:innen an Hochschulen" - thematisiert im Radio

Unsere Projektmitarbeiterin Dorothee Kochskämper war am Freitag beim Deutschlandfunk "zu Besuch. In dem Bildungsmagazin "Campus und Karriere" berichtet sie von der Studierendenbefragung Stu.diCo - dabei nimmt sie insbesondere Bezug auf die Daten der Care Leaver:innen unter den Befragten und macht somit auf die zugespitze Situation studierender Care Leaver:innen in Zeiten von Corona aufmerksam.

Zum Interview (ab 11:10min)

 

 

Artikel "Den Weg ins Studium erleichtern: Care Leaver an Hochschulen"

Die Presseabteilung der Universität Hildesheim hat einen Artikel über das Projekt CareHOPe sowie die Online-Peerberatung veröffentlicht.In diesem wird kurz und knapp zusammen gefasst, was das Projekt CareHOPe ausmacht. Es werden sowohl die Situation von Care Leaver*innen im Hinblick auf den Weg an eine Hochschule sowie die Ideen & Ziele des Projekts erläutert.

Zum Artikel

Offener Brief: Jetzt das SGB VIII verwirklichen: Soziale Teilhabe und Bildungsbiographien von Care Leaver*innen stärken

Gemeinsam mit derm Careleaver e.V. und der Internationalen Gesellschaft für Erzieherische Hilfen (IGFH) hat die Universität Hildesheim einen „offenen Brief“ verfasst. Darin rufen werden alle Entscheidungsträger:innen am Gesetzgebungsverfahren nochmal dazu aufgerufen, dafür einzutreten, dass die Rechte von Careleaver*innen und Selbstvertretungsorganisationen im Zuge der Reform nachhaltig gestärkt werden.

Die jetzige Reform geht zwar einen großen Schritt hin zu einem eigenen Rechtsanspruch von Careleaver*innen. Damit dieser aber in der Praxis auch gut umgesetzt werden kann, müssen die angestoßenen Veränderungen im §41 SGB noch weiter ausgebaut und klarer akzentuiert werden.

CareHOPe-Ideenwerkstatt || Care Leaver*innen im Projekt CareHOPe || 4. Mai 2021

In dem Projekt CareHOPe sind bereits verschiedene Formate entstanden um das Thema Care Leaver*innen an Hochschulen anzugehen: Das Kernstück des Projekts stellt das Online-Peerberatungsangebot (www.jugend-hilfe-studiert.de) dar. Außerdem wurden die Vernetzung und der Fachdialog durch Veranstaltungen vorangetrieben. Aktuell entsteht die Podcast-Reihe „Studieren nach der Jugendhilfe“, in welcher verschiedene Perspektiven auf die Situation von Care Leaver*innen an Hochschulen beleuchtet werden.

Mit all diesen Aktivitäten möchten wir erreichen, dass es leichter und selbstverständlicher für Care Leaver*innen wird, zu studieren. Dabei möchten wir die Bedarfe und Wünsche von Care Leaver*innen immer gut im Blick behalten.

Deshalb möchten wir Euch zu einer Ideenwerkstatt einladen.Egal, ob Du noch in der Wohngruppe oder einer Pflegefamilie lebst und über ein Studium nachdenkst oder schon an einer Hochschule bist, das Studium abgebrochen oder bereits beendet hast. Wir interessieren uns dafür, was Care Leaver*innen wichtig finden für gelingende Übergänge aus der Jugendhilfe an die Hochschule.

Dafür laden wir am Dienstag, dem 4. Mai 2021, um 19 Uhr zu einer gemeinsamen Ideenwerkstatt ein. Bei Interesse einfach hier bei FB eine Nachricht schreiben oder unter carehope@uni-hildesheim.de melden.

Einladung

Care Leaver*innen im Lockdown – Zwischen Einsamkeit und struktureller Benachteiligung im Lockdown-Winter 2020/21

Zusammen mit dem Bundesnetzwerks Careleaver Initiativen sowie weiteren Organisationen haben wir ein Papier entwickelt, das auf die Situation von Care Leaver*innen im Lockdown aufmerksam macht und Forderungen an die Politik stellt.

 

 

CareHOPe-Workshop "Care Leaver an Hochschulen"

Am 25. + 26. Februar fand der digitale Workshop "Care Leaver an Hochschulen" statt. Mit über 50 Akteuer*innen aus dem Kontext Leaving Care und Hochschule (Kinder- & Jugendhilfe, Hochschulberatung, Jobcenter, BAföG-Amt, Stipendienförderung, etc.) sowie Care Leavern selbst wurde das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Es fand ein sehr intensiver und offener Austausch statt und wir freuen uns bereits jetzt auf eine Fortsetzung!

Workshop-Fazit: Jugendhilfe muss nicht nur so gut sein, dass alle Leute ihre Kinder dort unterbringen wollen, sondern "Jugendhilfe muss so geil sein, dass JEDE(R) da arbeiten will!"

Austauschtreffen "Care Leaver als Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe"

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuer*innen aus dem Bereich Leaving Care (Careleaver-Zentrum Dresden, Jugendamt Landkreis Oldenburg, Projekt Heimathafen, Evangelische Jugendhilfe Schweicheln, Bundesnetzwerk Care Leaver Initiativen) sowie Care Leavern selbst plant das CareHOPe-Projektteam ein Austauschtreffen zum Thema "Care Leaver als Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe".

Mehr dazu in dem Einladungsschreiben.

Einladungsschreiben (PDF)

 

Offener Brief an die HRK und KMK: Studium sozial entleert. Plädoyer für ein Hochschulkonzept 2021

Das Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim hat sich im Kontext der aktuellen Krisensituation insbesondere der Situation junger Menschen angenommen bzw. es sich zur Aufgabe gemacht durch verschiedene Befragungen die Situation junger Menschen (Kinder, Jugendliche, Studierende, etc.) festzumachen und zur Geltung zu bringen. Die dazugehörigen ersten Veröffentlichungen sind online abrufbar: https://t1p.de/studien-corona .

Das aktuelle Anliegen des Forscher*innenteam besteht darin explizit auf die Situation der Studierenden aufmerksam zu machen, welche im aktuellen, öffentlichen Diskurs wenig Aufmerksamkeit bekommen, obwohl deren Aussicht auf ein drittes digitales Semester grundständige Fragen an die Hochschulen hervorruft. Die digitale Organisation ist in den letzten 12 Monaten erheblich ausgebaut worden, aber die psycho-soziale Situation von Studierenden, wie auch u. U. deren finanzielle weist erhebliche Belastungen auf - wie wir es bereits im vergangenen Sommer mit der Stu.diCo Studie zeigen konnten. Daher hat sich das Forscher*innenteam zu einem offenen Brief an die Kultusminister*innenkonferenz sowie die Hochschulrektor*innenkonferenz entschlossen.

Zum offenen Brief.

Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert weiteres Projekt zur Verbesserung der Bildungschancen von Care Leavern an Hochschulen

Das neue Jahr startet direkt mit erfreulichen Nachrichten. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat die Förderung für ein weiteres dreijähriges Projekt zur Verbesserung der Bildungschancen von Care Leavern an Hochschulen in Niedersachsen zugesagt. Wir freuen uns sehr mit dem neuen Projekt „Study Care" unsere Arbeit weiter auszubauen!

Weitere Informationen sind auf der Homepage der Uni Hildesheim unter dem nachfolgenden Link zu finden: https://www.uni-hildesheim.de/neuigkeiten/bildungschancen-von-care-leavern-an-hochschulen-in-niedersachsen/ .

JuCo2 - Erste Ergebnisse veröffentlicht

Die zweite Befragung der bundesweiten Studie "JuCo - Junge Menschen und ihre Erfahrungen während der Corona-Pandemie" ist inzwischen abgeschlossen. Über 7.000 junge Menschen haben teilgenommen und somit einen Einblick in ihre aktuellen Alltagssituationen sowie ihr Empfinden und Erleben der Corona-Pandemie ermöglicht. Die ersten Ergebnisse liegen mittlerweile vor und sind online zu finden unter: https://dx.doi.org/10.18442/163 .

JuCo2 ist online gegangen - Befragung von jungen Menschen während der Corona Maßnahmen

Die bundesweite Befragung "JuCo - Junge Menschen und ihre Erfahrungen während der Corona-Pandemie" geht in die zweite Runde.

Die Online-Befragung richtet sich an junge Menschen ab 15 Jahren und ist unter dem folgenden Link erreichbar: www.soscisurvey.de/juCo_II/ . Die Erhebung wird durchgeführt vom Forschugsberbund "Kindheit - Jugend - Familie in der Corona Zeit", der sich aus Forscher:innen des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik der Stiftung Universität Hildesheim un des Instituts für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung an der Universität Frankfurt zusammensetzt. Im Fokus stehen der Lebensalltag und die Sorgen junger Menschen um Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

 

 

Neuigkeiten: Unser Onlineberatungsangebot von Care Leavern für Care Leaver stellen wir Dir erweitert zur Verfügung!

Wir möchten auf die verschiedenen Schwierigkeiten der aktuellen Situation reagieren und da kann unsere Onlineplattform auch zu Zeiten von Corona Hilfe leisten. Wir alle haben unsere unterschiedlichen Schwierigkeiten mit den derzeitigen Veränderungen in Deutschland, aber manche Fragen betreffen besonders die spezifische Lebenssituation von Care Leavern (jungen Menschen aus der stationären Jugendhilfe):

• Wie geht es jetzt mit meiner Ausbildung weiter?

• Was ist mit den Prüfungen die demnächst eigentlich anstehen?

• Wie kann ich meine finanzielle Situation regeln?

• Kann ich mein FSJ weiterführen/verlängern?

Diese und viele weitere Fragen beschäftigen dich oder du möchtest dich einfach mit anderen austauschen? Dann melde dich gerne über unsere Onlineberatungsstelle bei uns! Wir wollen dir auch unsere Ressourcen in den schwierigen Zeiten zur Verfügung stellen und freuen uns über Anfragen von Care Leavern – auch ohne Bezug zum Studium! Unser Angebot stellen wir jetzt erweitert zur Verfügung. Aufgrund der aktuellen Lage beantworten wir deine Anfrage so schnell wie möglich innerhalb von 2 Tagen. Sicherlich gibt es viele besondere Themen, die in der aktuellen Situation unerwartet und neu sind. Nicht auf alles haben wir gleich eine Antwort. Aber wir nutzen unsere Möglichkeiten und Netzwerke dafür so gut wie möglich.

Falls wir unsere Beratung zwischenzeitlich bei einer hohen Nachfrage nicht abdecken können, werden wir Informationen dazu auf unserer Homepage veröffentlichen.

Bundesweite Studie: Wie erleben Jugendliche die Corona-Krise?

Ein Forschungsteam aus Hildesheim und Frankfurt befragt die Jugendlichen zum Beispiel, ob es in ihrem Zuhause aktuell immer jemanden gibt, der sich um sie kümmert, ob sie sich in ihrem Zuhause sicher fühlen und ob sie sich seit der Corona-Pandemie größere Sorgen machen. Außerdem fragt das Forschungsteam zum Beispiel, mit wie vielen jungen Menschen der befragte Jugendliche derzeit in Kontakt steht und wie Jugendliche seit der Corona-Pandemie Kontakt halten – etwa über das Telefon, Sprachnachrichten, Videochats oder gemeinsamen Sport.

Andere Fragen betreffen die freie Zeit: Wie zufrieden sind Jugendliche seit Corona damit, wie sie ihre Zeit verbringen? Und was machen sie in dieser Zeit – Lernen und üben, auf Geschwister aufpassen, im Haushalt helfen, sich langweilen, Nichts-tun oder ausruhen, Zeit mit der Familie verbinrigen, Computerspiele spielen oder zum Beispiel Sport treiben? Mit wem sprechen Jugendliche über ihre Sorgen?

An der Studie teilnehmen können Jugendliche ab 15 Jahren.

Dies ist der Link zur Online-Befragung: www.soscisurvey.de/jugend_corona/

Die Online-Befragung startete am 15.04.2020 und endet voraussichtlich am 13.05.2020. Die Anonymität der Teilnehmenden ist gewährleistet. Die Befragung dauert etwa 12 Minuten.

Expert*innenworkshop zu Care Leaver an Hochschulen

Ein kurzer Bericht für euch von unserer Veranstaltung!

Am 13. und 14. Februar 2020 fand an der Universität Hildesheim ein Expert*innenworkshop des Projektes CareHOPe zum Thema Care Leaver an Hochschulen statt. Der Workshop diente zum fachlichen Austausch zwischen Fachkräften aus der Kinder- und Jugendhilfe, aus der Studienberatung, den BAföG-Ämtern, den Studentenwerken, Beratungsstellen, Stiftungen und Wissenschaftler*innen der Universität Hildesheim.

Die Veranstaltung startete mit einem Input von Professor Dr. Wrase zum Thema Recht auf Hochschulbildung und einen Beitrag von Dr. Severine Thomas zu den Kernherausforderungen für Care Leaver. Anschließend führte Dr. Katharina Mangold in das Thema Care Leaver an Hochschulen ein und gab einen kurzen Einblick in die Arbeit des Projektes „CareHOPe – Care Leaver an Hochschulen Online Peerberatung“. Auf Grundlage dessen wurde dann in den beiden Tagen diskutiert, wie die Unterstützungsmöglichkeiten für Care Leaver an Hochschulen verbessert und der Zugang zum tertiären Bildungssektor für mehr jungen Menschen ermöglichen werden kann. Dabei wurden vor allem drei Teilbereiche intensiver diskutiert: die Studienfinanzierung, die Unterstützungs- und Vernetzungsmöglichkeiten an der Hochschule und einen möglichen „Care Leaver Status“, welcher mit besonderen Rechten und Pflichten verbunden sein könnte, angelehnt an den Status der Behinderung.

Vor allem das Thema der Sensibilisierung für die Gruppe der Care Leaver war in allen Bereichen immer wieder relevant. Viele Hochschulen bieten schon Angebote an, die auch Teile des Bedarfs abdecken, aber es braucht an vielen Stellen genauere Informationen und Sensibilität um Care Leavern aus ihrer individuellen Bittsteller*innenposition herauszuhelfen. Hier muss auch in der Kinder- und Jugendhilfe angesetzt werden, um die Hochschule als Option für den weiteren Lebensweg deutlicher sichtbar zu machen.

Ein nächster Fachtag ist am 25.02.2021 geplant. Falls Du oder Sie daran interessiert sind, weitere Fragen haben oder mehr dazu erfahren wollen, können Du und Sie uns gerne direkt an carehope@uni-hildesheim.de eine E-Mailschreiben.

Die Universität Hildesheim möchte auf diesem Wege mit gutem Beispiel voran gehen und befindet sich im Entwicklungsprozess. Über aktuelle Entwicklungen und neue Schritte werden wir an dieser Stelle bald informieren.

Internationaler Care Leaver Workshop zum Thema "Care Leaver an Hochschulen"

ExChange and Support – International workshop on careleavers perspectives in higher education

Vom 10.11.-12.11.2019 trafen sich Careleaver*innen und Fachkräfte aus sechs verschiedenen europäischen Ländern zum Workshop „ExChange and Support – International perspectives on careleavers in higher education“ an der Universität Hildesheim. Dabei stand vor allem der Austausch über die strukturellen Barrieren für Careleaver*innen auf dem Weg an die Hochschule und an der Hochschule selbst im Mittelpunkt des internationalen Vergleichs.

Nach einem gemeinsamen Kennenlernen wurde am ersten Nachmittag das deutsche Jugendhilfe- und Bildungssystem vorgestellt und die besonderen Hürden für Careleaver*innen erläutert. Der zweite Tag begann mit der Vorstellung der Systeme in England, Irland, Spanien, Polen und Tschechien. Um ein umfassendes Verständnis der Hürden aber auch der best-practice Beispiele in den jeweiligen Ländern zu erlangen wurde in Kleingruppen mit jeweils drei Ländern rege diskutiert und erste Forderungen entworfen. Am Nachmittag folgte dann ein kreativer Teil, um die Forderungen sichtbar zu machen. Im Rahmen dessen entstanden ein Erklärvideo, ein Quiz und Fußabdrücke mit länderübergreifenden Forderungen. Um diese Ergebnisse vorzustellen stand am letzten Vormittag ein Besuch in einer Vorlesung an der Universität Hildesheim an. Hier konnte sowohl auf das Thema Careleaver*innen an Hochschulen aufmerksam gemacht werden, als auch die Ergebnisse präsentiert. Nach einem letzten Feedbackgespräch und einem Essen in der Mensa der Uni ging es dann für alle wieder zurück nach Hause.

Im Workshop zeigte sich, dass die meisten strukturellen Hürden länderübergreifend bestehen. Besonders die Studienfinanzierung zeigte sich in nahezu allen Ländern problematisch. Auch die fehlende Anerkennung des besonderen Unterstützungsbedarfs beim Studieren ohne elterliche Unterstützung konnte als Schwachstelle in den meisten Ländern ausgemacht werden. In beiden Punkten konnte lediglich England mit bereits einigen guten Herangehensweisen wie beispielsweise einem „Careleaver Status“ an der Hochschule vorangehen. Dieser ermöglicht unter anderem die bevorzugte Vergabe eines Wohnheimplatzes, aber auch eine vereinfachte Beantragung finanzieller Unterstützung ohne Angaben über die Eltern machen zu müssen. Die Systeme aller teilnehmenden Länder scheinen bisher auf Studierende ausgelegt zu sein, welche von ihren Eltern im Studium unterstützt werden. Ebenso zeigte sich, dass in allen Ländern junge Menschen aus der Jugendhilfe, die an die Hochschule gehen unterrepräsentiert sind. Der Fokus der Jugendhilfe lag in den meisten Fällen eher auf dem finden einer Ausbildung oder eines anderen bezahlten Jobs. Besonders im Bereich der Stipendien zeigte sich, dass es in anderen Ländern bereits vielversprechende Ansätze gibt, Careleaver*innen spezielle Stipendien zur Verfügung zu stellen.

Mit dem Wissen über die Defizite, aber auch über die gelungenen Ansätze und vor allem den gemeinsam formulierten Forderungen werden wir nun weiter arbeiten.