Der Übergang an Hochschulen ist nicht immer einfach - aber du bist nicht allein!


Der Übergang an Hochschulen ist nicht immer einfach - aber du bist nicht allein! 

„Also war das das erste Mal dass ich so wirklich komplett alleine war ja mit dem BAföG noch irgendwie auseinandergesetzt und , ja die erste Woche, weiß ich noch, war total schrecklich, weil ich nämlich in meine Wohnung noch nicht rein konnte und da ich noch bei ner Bekannten zum Glück unterkommen konnte und bin immer noch hin und her gependelt, und dann hab ich auch am Anfang nicht so recht Anschluss finden können, also die ersten paar Wochen waren ein bisschen komisch, so da war alles so viel neu und so viel ah unsicher also so ganz wackelige Zeit“ (Paula, 21 Jahre)

                                                           

                     

„Ja, ich glaube, dass dann halt auch die Unterstützung irgendwo, also dass dann keiner ist, der dann sagt ‚man, du schaffst das‘, auch wenn es ‘ne Krise gibt, keine Ahnung, die ersten Prüfungen und da stehst du da und hyperventilierst und weißt gar nicht, was du machen sollst. Und deine anderen Freunde – wahrscheinlich alle aus der Jugendhilfe – wissen gar nicht, was dich berührt oder was du eigentlich durchmachst, was da los ist. Wo sollst du dir dann HALT suchen? Sollst du dann zu den anderen privilegierten Studierenden gehen, die alle ‘ne Familie haben und keine Ahnung? Also zumindest, wenn sie kein Geld haben, sie haben ‘ne Familie, sie haben vermutlich jemanden, der sie liebt. Bei den meisten in der stationären Jugendhilfe ist es dann ja entweder so, dass die vielleicht einen Vater, eine Mutter haben oder der eine ist drogensüchtig oder der eine alkoholabhängig oder beide tot oder sonst irgendwas. Das ist noch mal ein ganz anderer Schnack, glaube ich. Und damit auch einfach umzugehen nach außen hin, [wenn andere sagen]: ‚Ich fahre dieses Wochenende zu meinen Eltern, was machst du?‘“ (Pamela, 25 Jahre)

                           

           

„als ich dann davon erfahren [habe], mensch da gibt es noch andere an der Uni, die auch in der Jugendhilfe gelebt haben, da hab ich mich nicht mehr so alleine gefühlt“ (Sarah, 24 Jahre)

 

„Manchmal wäre es schon hilfreich, wenn man einfach mal bei den Eltern anrufen könnte – wenn man sich alleine fühlt oder man einfach kurz wissen will, was bei einem Mietvertrag zu beachten ist.“ (Ben, 28 Jahre)

 

Du bist nicht allein - wende Dich gerne an unsere Online-Peerberater*innen!

Darüberhinaus kannst Du Dich mit allgemeineren Fragen zum Thema Leaving Care auch an den Careleaver e.V. wenden: http://www.careleaver.de

Es gibt noch weitere Initiativen für Care Leaver

So nutzt der Careleaver e. V. seine Netzwerke und Gruppen intensiv, um Care Leaver zusammenzubringen und Unterstützung zu mobilisieren.

Ein Notfallfond ist gerade im Aufbau ...

Bist du Care Leaver und gerade auf Grund der aktuellen Situation in (finanziellen) Schwierigkeiten? Suchst du anderweitig Unterstützung oder möchtest dich regelmäßig mit anderen Care Leavern über soziale Netzwerke austauschen, weil du gerade persönliche Kontakte auf das Minimalste reduzieren musst? Dann schließ dich gerne dem Careleaver e. V. (www.careleaver.de) vorrübergehend oder dauerhaft an (keine Mitgliedschaft nötig). Gemeinsam finden wir eine Lösung für dein Problem und bieten dir eine Plattform, dich mit anderen Care Leavern auszutauschen. Melde dich gerne bei uns, indem du eine E-Mail an info@careleaver.de oder eine SMS oder WhatsApp-Nachricht an 0151 541 604 76 schickst. Wir freuen uns auf dich!

Hinweis an Spender*innen:

Wir möchten mit unserem Beratungsangebot Studierende und Studieninteressierte mit stationärer Kinder- und Jugendhilfeerfahrung in ihrer Studiensituation unterstützen. Dafür bieten wir eine Online-Peerberatung an. Care Leaver beraten Care Leaver. 

Care Leaver - Du wunderst Dich über diesen Begriff?

Wir haben ihn aus dem Englischen übernommen, weil er kurz und griffig ist. Gemeint sind junge Menschen, die

  • in einer Wohngruppe oder einem Heim
  • in einem Kinderdorf
  • in einer Pflegefamilie oder in einer Erziehungsstelle

gewohnt haben.

Du studierst mit wenig oder ohne (familiäre) Unterstützung?

Du fühlst Dich von anderen Beratungsangeboten nicht für Deine spezifische Lebenssituation angesprochen?

Wir stellen eine Online-Peerberatung zur Verfügung. Dort kannst Du Infos zu vielen Themen besprechen, die Dich beschäftigen. Du kannst Dich sicher, anonym und jederzeit mit gleichaltrigen Studierenden oder Absolvent*innen austauschen, die auch in der stationären Jugendhilfe aufgewachsen sind.